#MitUns
Wir alle arbeiten für den ORF und seine Tochtergesellschaften, in den neun Landesstudios und 15 Korrespondent:innenbüros - in den Redaktionen, der Technik, der Kaufmännischen Abteilung bis zur Generaldirektion. Wir liefern jeden Tag Programm im Fernsehen, Radio und Online. In den Nachrichten, in den Magazin-Sendungen, in unterschiedlichen Ressorts von Kultur, über Sport bis hin zu Religion und Wissenschaft. Wir liefern Information und Unterhaltung. Und das tun wir mit Leidenschaft und Freude.
Der ORF wird von den Österreicherinnen und Österreichern finanziert – umso wichtiger ist es, dass dieses Gebührengeld auch sorgsam eingesetzt wird. Seit Jahren wird im Unternehmen gespart, hunderte Jobs wurden bereits abgebaut, der Spardruck auf das Programm ist enorm. Gleichzeitig haben die Ereignisse der vergangenen Wochen Missstände im ORF offenbart, die Millionen kosten. Dazu kommen die aktuellen Fälle von Machtmissbrauch ohne nennenswerte Konsequenzen bei politisch gut vernetzten Führungskräften.
Wir sind davon überzeugt, dass sich jetzt etwas ändern muss: Für einen besseren ORF, der nur seinem Publikum verpflichtet ist. Und niemandem sonst. #mituns
376 Personen sind bereits dabei
Unsere Forderungen
Philipp Weismann
Ö1 Musikredaktion

Robert Schuler
Landesstudio Tirol

Julia Schreyvogel
RSO Wien, HKK

Pedro Reis
RSO

Klaus Unterberger
ORF Public Value

Ursula Scheidle
Ö1

Jörg Hofer
ORF-News

Lara Sophie Schmitt
RSO

Johanna Berki
ORF III Erlebnis Bühne

Raphael Sas
Ö1

Teresa
ORF III

Verena Donaubauer
ORF-News

Sandra Ölz
Kultur

Sarah Kriesche
ORF-WISSEN

Elisabeth Hess
ZIB Kultur

Ernst Pohn
ORFIII Zeitgeschichte

Claudia Gschweitl
Radio Ö1

Benedict Feichtner
ORF-Magazine

Ruth Hutsteiner
ORF Wissen

Astrid Plank
ORF-News

Karin Linortner
Ö1 Programmpromotion

Anna-Lena Seeber
ORF-News

Matthias Däuble
Ö1

Ursula Pichler-Nikolov
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Unsere Forderungen
#mituns
Es ist eine Frage der Unternehmenskultur, dass Mitarbeiter:innen Missstände ansprechen können, ohne Nachteile fürchten zu müssen. In der Vergangenheit wurde unser Vertrauen in den Schutz vor Machtmissbrauch massiv erschüttert, da selbst offenkundiges Fehlverhalten häufig ohne Konsequenzen geblieben ist. Wir fordern wirksame Verfahren, unabhängige Stellen und eine Geschäftsführung, die Empfehlungen dieser Stellen auch umsetzt, statt Untersuchungsberichte in Schubladen verschwinden zu lassen. Wer Macht missbraucht oder Fehlverhalten deckt, hat die Konsequenzen zu tragen, bis hin zur Beendigung des Dienstverhältnisses.
Der ORF gehört den Menschen in Österreich, nicht den Parteien. Der Stiftungsrat muss daher dem öffentlich-rechtlichen Auftrag verpflichtet sein – nicht Partei-Interessen. Dieses Aufsichtsgremium ist jedoch großteils politisch besetzt und organisiert sich in parteipolitischen „Freundeskreisen". Solange die Geschäftsführung von diesen Fraktionen bestellt wird, ist sie von der Politik abhängig. Wir fordern ein Aufsichtsgremium aus unabhängigen, anerkannten Expert:innen. Die Direktorinnen und Direktoren sollen von ihnen in geheimer Wahl mit qualifizierter Mehrheit bestellt werden.
Der ORF wird vom Publikum finanziert. Deshalb müssen diese Gebührengelder sorgsam eingesetzt werden. Umso unverständlicher ist es, wenn sich einige Wenige unerklärliche Verträge aushandeln, die in keinem Verhältnis zu ihrem Verantwortungsbereich stehen. Gleichzeitig arbeiten viele Kolleg:innen aktuell unter prekären Bedingungen und müssen immer wieder zittern, ob ihre Dienstverträge verlängert werden. Wir fordern ein Ende dieser Praxis und faire Anstellungsverhältnisse. Spitzengehälter, Pensionen und Abfertigungen dürfen nicht das Ergebnis undurchsichtiger Deals sein.
Im ORF gibt es kompetente und engagierte Führungskräfte, doch nicht immer kommen die besten Köpfe zum Zug. Leitungsfunktionen werden zwar transparent ausgeschrieben und nach aufwendigen Hearings besetzt. In manchen Fällen sind sie jedoch nicht mehr als Fassade, wenn schon von vornherein feststeht, wer den Job bekommen soll. So entscheiden Beziehungen im Unternehmen und zur Politik über Topjobs im ORF. Wir fordern Bewerbungsverfahren, die wirklich ergebnisoffen sind. Führungsfunktionen müssen ausschließlich nach Leistung und Kompetenz vergeben werden. Die beste Bewerbung soll entscheiden, nicht das beste Netzwerk.